D-Juniorinnen : Spielbericht
7. Spieltag - 17.06.2026 10:45 Uhr
| Neuhausen/Dettingen | TSV Bernhausen | |||
![]() |
0 | : | 4 | ![]() |
| (0 | : | 2) | ||
Spielstatistik
Zuschauer
30đ Mit Kopf, Herz und Fuss zu den letzte 3 Ligapunkten
Am Mittwoch, den 17.06.2026, stand fĂŒr unsere D-MĂ€dels um 18:30 Uhr das letzte Ligaspiel dieser Saison an. AuswĂ€rts ging es gegen die SGM FC Neuhausen auf einem fĂŒr uns unbekannten Rasenplatz und bei sommerlichen Temperaturen um die 28 Grad. Trotz der Hitze war die Motivation riesig. Zum Abschluss dieser tollen Saison wollten unsere MĂ€dels noch einmal alles raushauen und die letzte âPartyâ natĂŒrlich mit drei Punkten beenden. Schon beim AufwĂ€rmen war klar, dass dieses Spiel nicht ganz einfach werden wĂŒrde. Der Rasenplatz war groĂ, trocken und der Ball lief deutlich langsamer als auf dem gewohnten Kunstrasen. Das bedeutete fĂŒr unsere Spielerinnen: viel laufen, viele Wege machen, immer wieder nachsetzen und sich auf die PlatzverhĂ€ltnisse einstellen. Taktisch war das Spiel ebenfalls interessant. Neuhausen spielte in einem 3-3-2-System, also mit drei Spielerinnen in der Defensive, drei im Mittelfeld und zwei vorne, sehr klassisch. Gerade zu Beginn wollten sie damit viel Druck ĂŒber das Zentrum und die beiden Spitzen aufbauen. Deshalb war unser (gegen) System, das 1-2-1-2-1-1, genau die richtige Wahl. Mit diesem System standen wir zunĂ€chst sehr stabil. Der zusĂ€tzliche "Libero" gab Sicherheit gegen die zwei Angreiferinnen von Neuhausen. Wenn eine unserer Verteidigerinnen herausrĂŒcken musste, war immer noch Absicherung dahinter. Dadurch konnten wir die schnellen VorstöĂe der Gegnerinnen gut abfangen und mussten nicht sofort in offene Laufduelle gehen. Gerade auf dem groĂen, trockenen Rasenplatz war das wichtig, weil lange BĂ€lle schwerer zu kontrollieren waren und viel Laufarbeit gekostet haben. AuĂerdem hatten wir durch die Staffelung im Zentrum immer wieder gute Zugriffsmöglichkeiten. Neuhausen wollte mit seinem 3-3-2 hĂ€ufig durch die Mitte Druck machen, doch dort konnten wir mit unserer zentralen Absicherung viele RĂ€ume schlieĂen. Unsere Spielerinnen standen nicht flach nebeneinander, sondern gut versetzt. Dadurch war es fĂŒr Neuhausen schwierig, einfache PĂ€sse zwischen unsere Reihen zu spielen. Viele Angriffe liefen sich fest oder mussten nach auĂen verlagert werden. Genau dort konnten wir dann unsere StĂ€rke ausspielen. Unsere FlĂŒgelspielerinnen arbeiteten sehr laufstark und gingen immer wieder mutig bis zur Grundlinie, so wie wir es die letzte Wochen immer wieder trainiert htten. FĂŒr Neuhausen bedeutete das viel nachschieben. Die drei Mittelfeldspielerinnen mussten weite Wege nach auĂen machen, wĂ€hrend die Dreierkette hinten immer wieder auseinandergezogen wurde. Dadurch entstanden RĂ€ume, die wir mit Tempo und guten PĂ€ssen nutzen konnten. Vor allem ĂŒber auĂen machten wir dem Gegner groĂe Probleme, weil wir dort immer wieder Tiefe hatten und gefĂ€hrliche BĂ€lle vor das Tor bringen konnten. Und so konnten erst Vivien und dann Lotta das 0:2 zur Pause setzen. Nach der Pause stellten wir dann auf ein offensiveres 1-2-1-1-2-System um, da der KrĂ€fteverlust bei Neuhausen nun sichtbarer wurden. Mit zwei Spielerinnen vorne konnten wir Neuhausens Dreierkette stĂ€rker beschĂ€ftigen. Eine Angreiferin konnte die zentrale Verteidigerin binden, wĂ€hrend die andere in die RĂ€ume zwischen Innen- und AuĂenverteidigung starten konnte. Dadurch musste Neuhausen hinten mehr reagieren und konnte selbst nicht mehr so sauber nach vorne aufbauen. Gleichzeitig erhöhte sich unser Druck im letzten Drittel. Neuhausen hatte zwar viele Spielerinnen dabei, aber man merkte immer mehr, dass die Laufwege auf dem groĂen Rasenplatz ordentlich Kraft kosteten. Durch unsere gute Kondition, unsere Rotation und das mutige NachrĂŒcken konnten wir den Druck weiter hochhalten. Das 1-2-1-1-1-2 sorgte dafĂŒr, dass wir vorne prĂ€senter waren, zweite BĂ€lle besser aufnehmen und wieder in die gefĂ€hrlichen RĂ€ume kamen. Am Ende hat man gesehen, dass beide Systeme ihren Zweck perfekt erfĂŒllt haben. In der ersten Halbzeit haben wir mit dem defensiveren System Sicherheit bekommen, den Gegner kontrolliert und seine Anfangsoffensive ordentlich abgefangen. In der zweiten Halbzeit haben wir mit der offensiveren Ausrichtung mehr Druck gemacht, Neuhausen hinten gebunden und die freien RĂ€ume besser genutzt. Genau dadurch haben wir dem Neuhausen System 3-3-2 groĂe Probleme bereitet. Hier passte unser Slogan wieder perfekt: âWir spielen mit Kopf, Herz und FuĂ.â Mit Kopf, weil die MĂ€dels die taktischen Vorgaben verstanden und umgesetzt haben. Mit Herz, weil sie viel gelaufen sind, fĂŒreinander gearbeitet und keinen Zweikampf gescheut haben. Und mit FuĂ, weil sie die RĂ€ume spielerisch genutzt, schöne Angriffe ĂŒber auĂen aufgebaut und sich mit vier Toren belohnt haben. Unsere MĂ€dels blieben konzentriert, arbeiteten weiter mutig nach vorne und lieĂen defensiv kaum etwas anbrennen. In der zweiten Halbzeit konnten wir erneut zwei Treffer nachlegen. Wieder war Lotta erfolgreich, und auch Emily durfte sich in die TorschĂŒtzenliste eintragen. Damit stand es am Ende verdient 4:0 fĂŒr unsere MĂ€dels. Wir hatten noch einige richtig starke Situationen und klare Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben. Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss hĂ€tte das Ergebnis höher ausfallen können. Aber auch so ist ein 4:0-AuswĂ€rtssieg im letzten Saisonspiel ein richtig schönes Ergebnis und ein wunderbarer Abschluss.
Mit diesem Sieg beenden unsere D-MĂ€dels die Saison mit einer beeindruckenden Bilanz: nur eine Niederlage (VFB), dazu ein Unentschieden (Zuffenhausen) und fĂŒnf Siege. Am Ende stehen 16 Punkte und ein TorverhĂ€ltnis von 21:6 Toren auf der Tabelle. Besonders bemerkenswert ist, dass unsere jĂŒngere, gemischte Altersgruppe mit fĂŒnf Spielerinnen aus dem Jahrgang 2013 und sieben Spielerinnen aus dem Jahrgang 2014 die Liga ordentlich aufgemischt hat. Diese Saison hat gezeigt, wie viel Teamgeist, Laufbereitschaft, Entwicklung und Leidenschaft in dieser Mannschaft steckt und das ein reiner 2013 Jahrgang kein Vorteil sein muss. Die MĂ€dels haben nicht nur FuĂball gespielt, sondern zusammen gekĂ€mpft, gelernt, gelacht und sich gegenseitig unterstĂŒtzt. Genau das macht ein echtes Team aus.
Danke an alle MĂ€dels fĂŒr diese tolle Saison! Danke auch an alle Eltern fĂŒr die UnterstĂŒtzung, das Mitfiebern, Fahren, Anfeuern und Dabeisein!
Ein super Abschluss, eine starke Saison und ein Team, auf das wir richtig stolz sein können.
Wir spielen mit Kopf, Herz und FuĂ âund genau das hat man auch in diesem letzten Spiel wieder einmal gesehen.

