C-Juniorinnen : Spielbericht

Quali-Regionenstaffel Mitte 2
3. Spieltag - 04.10.2026 10:30 Uhr
TSV Bernhausen   Spvgg Cannstatt
TSV Bernhausen 0 : 3 Spvgg Cannstatt
(0 : 1)

Aufstellung

 Angela
 Bea
 Emily
 Hannah
 Jola (30' Pia)
 June
 Lely
 Leonie (30' Frida)
 Linn
 Matea (30' Hanna)
 Vivien
Ersatzbank
 Frida ( 30')
 Hanna ( 30')
 Pia ( 30')

Spielstatistik


💜 Mit Kopf, Herz und Fuß auch wenn es schwer wird 0:3

Am Sonntag, den 4. Oktober, durften wir um 10:30 Uhr die Mädels aus Cannstatt auf unserem heimischen Rasen begrüßen. Im 11 gegen 11 wollten wir den Heimvorteil nutzen und gemeinsam die nächste anspruchsvolle Aufgabe angehen. Dass uns dabei eine starke Mannschaft gegenüberstehen würde, war bereits im Vorfeld klar: Mit einem deutlichen 11:0 gegen Hoffeld hatte Cannstatt eindrucksvoll gezeigt, dass sie nicht nur wissen, wo das Tor steht, sondern auch, wie man sich Treffer erspielt. Wir rechneten deshalb mit einem Gegner, der uns auf einem ähnlich hohen Niveau fordern würde wie zuletzt Sindelfingen.

Unsere eigenen Voraussetzungen waren an diesem Morgen allerdings nicht optimal. Drei unserer Mädels gingen angeschlagen in die Partie. Sie konnten spielen, aber nicht bei hundert Prozent. Auch insgesamt stand uns der Kader nicht in voller Stärke zur Verfügung. Das soll die Leistung unserer Gäste keineswegs schmälern. Es gehört aber zur Einordnung dieses Spiels dazu: Gegen eine so gute Mannschaft können gerade die letzten Prozente den Unterschied machen. Wir begannen in einem 4-5-1, um zunächst Sicherheit in unser Spiel zu bekommen, die Räume eng zu halten und uns aus einer stabilen Ordnung nach vorne zu arbeiten. Der Gedanke absichern, den Gegner nicht ungehindert zur Entfaltung kommen lassen und unsere eigenen Möglichkeiten suchen. Cannstatt zeigte von Beginn an, dass sie uns dafür wenig Zeit lassen würden. Mit intensivem Pressing setzten sie uns früh unter Druck und erschwerten unseren Spielaufbau. Für uns kam es dadurch besonders darauf an, schnell Orientierung zu finden, Anspielmöglichkeiten zu schaffen und uns gegenseitig zu unterstützen. Genau das gelang uns in der ersten Hälfte nicht zuverlässig. Die Zuordnung war nicht immer da, und möglicherweise spielte auch etwas zu viel Respekt vor den etwas älteren und größeren Spielerinnen eine kleine Rolle. Wir fanden nicht so in unser Spiel, wie wir es uns vorgenommen hatten. Gegen einen Gegner, der konsequent Druck macht, werden solche Unsicherheiten schnell spürbar. So konnte Cannstatt die erste Halbzeit mit 0:1 für sich entscheiden. Ein knapper Rückstand, der noch alle Möglichkeiten offenließ, uns aber zugleich zeigte, dass wir für die zweite Hälfte mutiger und klarer werden mussten.

Nach der Pause stellten wir auf ein 4-4-2 um. Wir wollten offensiv mehr Probieren, mehr Druck nach vorne entwickeln und Cannstatt stärker mit unserer eigenen Torgefahr beschäftigen. Diese Veränderung brachte Verbesserung in unser Angriffsspiel. Wir kamen besser nach vorne und versuchten, der Partie eine andere Richtung zu drehen. Doch der erfolgreiche Abschluss wollte uns an diesem Tag nicht gelingen. Es fehlte das Tor, das uns noch einmal zusätzlichen Schwung und dem Spiel vielleicht eine neue Wendung hätte geben können.

Cannstatt hielt dagegen, verteidigte die eigene Null mit teilweise 10 Spielerinnen, ein enormer Aufwand um uns fern zu halten und nutzte die eigenen Möglichkeiten zum Kontern. Während wir versuchten, offensiv mehr zu bewegen, gelang es unseren Gästen, zwei weitere Treffer zu setzen. Damit stand am Ende ein 0:3 auf der Anzeigetafel ein Ergebnis, das natürlich wehtat, gerade weil wir uns für dieses Heimspiel mehr vorgenommen hatten. Wenn vieles schwerer fällt als erhofft, die eigenen Angriffe nicht zum Erfolg führen und der Gegner seine Möglichkeiten nutzt, werden nicht nur die Beine gefordert, sondern auch der Kopf. Dann weiterzuarbeiten, sich gegenseitig zu helfen und bis zum Ende Teil einer gemeinsamen Aufgabe zu bleiben, ist eine wichtige Eigenschaft. Und genau das nehmen wir aus diesem Spiel mit: Wir haben als Mannschaft weitergearbeitet. Auch nach den weiteren Gegentoren war die Partie für uns nicht vorbei. Unsere Mädels gingen gemeinsam bis zum Ende trotz der schwierigen Voraussetzungen, trotz des Rückstands und trotz eines Gegners, der uns viel abverlangte. Das macht aus einer Niederlage keinen Sieg. Aber es ist etwas, auf dem wir aufbauen können und was wir als mannschaft brauchen, wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen.

Natürlich müssen wir auch auf die Dinge schauen, die noch nicht gut genug funktioniert haben. Wir brauchen eine saubere Zuordnung, müssen uns früher gegenseitig unterstützen und dürfen mit mehr Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten auftreten. Respekt vor einer starken Mannschaft ist richtig. Er darf uns aber nicht den Mut nehmen, selbst Fußball zu spielen.

Dabei geht es nicht darum, nach einer Niederlage einzelne Fehler oder einzelne Spielerinnen herauszugreifen. Es geht darum, gemeinsam zu verstehen, was wir als Mannschaft verbessern können. 

Unser „Kopf, Herz und Fuß“ gilt nicht nur an den Tagen, an denen die Tore für uns fallen. Mit dem Kopf erkennen wir, was wir besser machen müssen. Mit dem Herz bleiben wir füreinander da. Und mit dem Fuß arbeiten wir auf dem Trainingsplatz daran, beim nächsten Mal wieder einen Schritt weiter zu sein.

Danke an unsere Mädels für ihren Einsatz und an alle, die uns unterstützen und unseren Weg begleiten. Den Mädels aus Cannstatt gratulieren wir zu einer starken Leistung und den drei Punkten.

Wir gewinnen zusammen. Wir verlieren zusammen. Und wir lernen zusammen.
Mit Kopf, Herz und Fuß. 💜


Fotos vom Spiel