💜C-Juniorinnen beim Testspiel in Renningen
David Bellmann, 02.03.2026
Am 28.02.2026 waren wir mit unseren C-Mädels zu Gast in Renningen, wobei man ehrlich sein darf: Vom Alter her fühlte es sich eher nach D als nach C an. Doch genau das macht so ein Testspiel ja wertvoll: raus aus der Komfortzone, rein in ein Format, das fordert.
Gespielt wurde 11 vs. 11 auf großem Platz ein richtiges Brett für unsere jungen Mädels.
Eigentlich waren 3×30 Minuten geplant, aber bei beiden Teams war nach zwei Halbzeiten Schluss. Verständlich: Es war intensiv, laufstark und für alle spürbar ein Spiel, das richtig Körner frisst.
Erste Halbzeit: Mutig, griffig und richtig stark nach vorne
Und was die Mädels in Halbzeit eins gezeigt haben, war einfach klasse: Wir waren wach, wir waren mutig, wir haben uns getraut und vor allem: wir haben immer wieder mit richtig starken Aktionen den Weg Richtung Renninger Tor gefunden. Schon früh belohnten wir uns: Lotta nutzte eine Gelegenheit eiskalt und setzte das Ding mit Entschlossenheit rein 0:1 Führung! Genau so willst du das sehen: Kopf an, Herz rein, Fuß sauber durchgezogen.
Auch Matea war gleich mehrfach brandgefährlich: dreimal richtig gut vorm Tor, dreimal in Situationen, in denen man merkt: Da steckt richtig Power drin. Sie wurde jedes Mal stark bedrängt, kam nicht sauber zum Abschluss aber: das waren keine Zufallsaktionen, das war Präsenz, Timing, Wille. Und das ist der Punkt: Chancen entstehen nicht einfach man arbeitet sie sich. Gegen Ende der Halbzeit merkte man dann, dass Renningen konditionell Vorteile hatte. Sie kamen stärker rein, hielten das Tempo hoch und schafften schließlich den 1:1 Ausgleich. Klar: Wenn man ehrlich ist, hätten wir diese Halbzeit auch gewinnen können. Aber ein 1:1 zur Pause war trotzdem ein richtig guter Zwischenstand und ein Zeichen: Wir können mithalten.
Zweite Halbzeit: Der Preis des großen Feldes und trotzdem nicht aufgegeben. Was sich am Ende der ersten Halbzeit schon angedeutet hatte, wurde nach Wiederanpfiff deutlicher: Der konditionelle Einbruch wurde größer. Und auf so einem großen Feld passiert das nicht schleichend das passiert brutal ehrlich, Minute für Minute. Nach etwa 5 bis 10 Minuten kippte das Spiel zunehmend in Richtung Renningen. Sie ließen den Ball besser laufen, hielten das Tempo oben, nutzten die Räume und wir mussten immer mehr hinterherarbeiten. In der Folge zog Renningen auf 5:1 davon. Aber: Und das ist wichtig unsere Mädels sind nicht auseinandergefallen. Sie haben nicht aufgehört. Sie haben weiter gekämpft. Und sie haben nochmal ein Zeichen gesetzt: Lotta brachte mit einem letzten Aufbäumen noch das 5:2 ein Treffer, der zeigt, was in diesem Team steckt: Wir bleiben da. Wir geben nicht auf. Am Ende stand ein 7:2, und ja das Ergebnis ist vor allem Ausdruck von deutlich besserer Kondition und besserem Balllaufen beim Gastgeber. Das muss man anerkennen. Aber man muss eben auch den Kontext sehen: Wir standen mit fast nur 2014/2013er Jahrgängen und nur zwei 2012er Mädels auf dem Platz und für viele war es sogar das erste 11-gegen-11 überhaupt. Und dafür war die erste Halbzeit nicht nur „okay“, sondern eine richtig starke Präsentation.
Was bleibt: Zwei klare Erkenntnisse
Aus diesem Testspiel nehmen wir zwei ganz klare Learnings mit:
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Großes Feld mit junges Team das ist eine enorme Belastung. Ohne genügend Erholung und ohne passende Belastungssteuerung wird es hinten raus schwer. Das ist keine Schwäche das ist Biologie. Und das kann nur die Zeit Ändern, die Fähigkeiten sind da.
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Das Niveau passt, wir können mithalten. Die erste Halbzeit hat gezeigt: Wir haben Qualität. Wir haben Mut. Wir haben Spielideen. Wir können Torchancen kreieren. Wir können führen. Und wir können gegen ein körperlich stärkeres Team mithalten, wenn Kraft und Fokus da sind.
Und das ist eigentlich die wichtigste Botschaft dieses Tages: Wir haben heute nicht „nur“ ein Testspiel gespielt wir haben Erfahrung gesammelt.
Erfahrung, die uns besser macht. Erfahrung, die Mut gibt. Erfahrung, die im nächsten Spiel, im nächsten Sprint, im nächsten Zweikampf wieder da ist.
Danke & Ausblick
Ein großes Dankeschön an alle Mädels, die heute alles reingeworfen haben und an alle, die unterstützt, gefahren, angefeuert und mitgetragen haben. Das war ein Spiel, das uns fordert aber auch eins, das uns zeigt, was möglich ist. Wir gehen da raus mit Kopf, mit Herz und mit Fuß und beim nächsten Mal kommen wir ein Stück stärker zurück.