💜D-Juniorinnen das war 2025 

David Bellmann, 12.12.2025

💜D-Juniorinnen das war 2025 

Seit dem Zwischenbericht vom 24.04.2025 hat sich bei unseren D-Mädels ganz viel bewegt. In über 32 Trainingseinheiten wurden Fitness, Agilität, Spielverständnis und mentale Stärke Schritt für Schritt besser getragen von dem, was uns ausmacht: Kopf, Herz und Fuß. Und genau das ist das schönste Gefühl als Team: Wenn man nicht nur darüber spricht, sondern es Woche für Woche auf dem Platz sehen kann.

Sommer: Neustart, Neu-Finden und Zusammenwachsen

Im Sommer hat sich unsere D-Mannschaft dann stark verändert. Es waren neue Rollen da, neue Verantwortung, neue Abläufe und ganz ehrlich: Wir mussten uns erstmal wieder neu finden. Das gehört dazu. Genau da beginnt Entwicklung: nicht, wenn alles leicht ist sondern wenn man sich neu sortieren muss und trotzdem zusammenbleibt. Rückblickend wäre es extrem wichtig gewesen, mehr Vorbereitungsspiele zu haben, um uns besser auf das neue 9 vs. 9 einzustellen. Das hat leider nicht so geklappt, wie wir es gebraucht hätten. Und genau deshalb ist es ein klarer Auftrag für 2026: Mehr Vorbereitung, mehr Rhythmus, mehr Sicherheit damit wir früher als Team stabiler werden.

Herbst: Kreisstaffel 2025/26 – jede Woche ein Schritt nach vorn

So lief unsere Liga und genau so erzählt sie unsere Geschichte:

  • 20.09.2025: SGM Nuf/Gärt. – TSV 0:8

  • 27.09.2025: TSV – Mö/Ka/Bo 4:2

  • 04.10.2025: TSV – VfL Sindelfingen Ladies 3:7

  • 11.10.2025: SV Hoffeld – TSV 2:3

  • 18.10.2025: TSV – SGM VfB Stgt/ObertĂĽrkheim 0:2

  • 15.11.2025: TSV – SSV Zuffenhausen 0:3

Was diese Spiele zeigen

Der harte Auftakt (20.09., 0:8) war ein Moment, der weh tut weil man sich mehr wünscht. Aber genau solche Tage entscheiden, wer wir sind. Und unsere Antwort war klar: Nicht wegducken. Nicht aufgeben. Sondern lernen.

Schon eine Woche später kam der erste Lohn (27.09., 4:2). Nicht perfekt aber mutig, gemeinsam, mit echtem Willen. Genau solche Spiele geben einer Mannschaft Vertrauen: „Wir können das. Zusammen.“

Gegen Sindelfingen (04.10., 3:7) war es intensiv, schnell, fordernd aber es war auch ein Spiel, in dem man gesehen hat, dass wir nicht einfach „mitlaufen“. Wir haben Lösungen gesucht, Moral gezeigt und Tore gemacht. Und genau das ist „Kopf, Herz und Fuß“: auch dann weiterzuspielen, wenn es schwer ist.

Das Spiel in Hoffeld (11.10., 3:2) war dann so ein typischer FuĂźballmoment, den man nie vergisst: erst liegen Chancen da, dann kommt der RĂĽckschlag und dann zeigt ein Team Charakter. Umstellung, Glaube, Zusammenhalt. Und am Ende dieses besondere Bild: Lotta als Matchwinnerin weil sie es wollte, weil das Team es wollte.

Gegen den Tabellenführer (18.10., 0:2) haben wir gezeigt, dass wir auch unter Druck stehen können, ohne auseinanderzufallen. Disziplin, Mut im Umschalten, gemeinsames Verteidigen und dieses Gefühl: „Wir sind da. Wir gehören dahin. Wir halten dagegen.“

Und dann der Abschluss (15.11., 0:3 vs. Zuffenhausen): ein Ergebnis, das man natürlich anders möchte. Aber es war auch ein Spiel, das zeigt, wie weit wir gekommen sind. Wir sind über die Flügel nach vorne gekommen, wir haben gearbeitet, wir haben uns gewehrt und bis zum Ende war da dieser Wille, es trotzdem zu versuchen. Kein Aufgeben. Kein Stillstehen.

Training & Spiel: Technik, Ballverständnis, Zweikampf

Wir haben im Training ganz bewusst Schwerpunkte gesetzt: Technik, Ballverständnis und dann als nächsten Schritt den Zweikampf. Und das tolle daran: Man konnte sehen, wie es von Woche zu Woche besser wurde.

Mehr Ruhe am Ball. Bessere erste Kontakte. Mutigere Entscheidungen. Mehr Klarheit. Mehr „Ich geh da jetzt hin“. Und genau das ist Entwicklung diese kleinen Schritte, die irgendwann ein großes Ganzes ergeben.

Unsere Liga war dieses Jahr richtig stark besetzt und das hat man vom ersten Spieltag an gespürt. Da stand kein Gegner „einfach so“ auf dem Platz. Die anderen Mannschaften waren fokussiert, sie waren konsequent, sie waren voll da in den Zweikämpfen, im Umschalten, in der Ordnung, in der Körpersprache. Man merkt heute sehr schnell, ob ein Team nur „mitspielt“ oder ob es wirklich bereit ist, jedes Duell anzunehmen und jede Aktion zu Ende zu bringen.

Und genau deshalb gilt in so einer Liga ganz klar: Erfolge kommen nur, wenn man bereit ist, alles zu geben. Nicht nur dann, wenn es gut läuft. Sondern gerade dann, wenn es schwer wird. Wenn die Beine müde werden. Wenn man hinten liegt. Wenn der Ball mal verspringt. Wenn der Gegner schneller, robuster, eingespielter wirkt. Dann zeigt sich, wie sehr man bereit ist, für die Mannschaft zu arbeiten im Training und im Spiel, in jeder Minute, bei jedem Laufweg, bei jedem Rückwärtssprint, bei jedem Zweikampf.

Diese Erkenntnis ist hart weil sie keine Ausreden zulässt. Aber sie ist auch unglaublich wichtig, weil sie uns zeigt, worum es wirklich geht:
Nicht „schön spielen“, solange es bequem ist. Sondern stabil bleiben, wenn es unbequem wird. Nicht nur Talent haben, sondern Energie, Disziplin und Haltung entwickeln. Und genau das ist der Unterschied, den man aktuell im Mädchenfußball immer stärker sieht.

Denn der Mädchenfußball verändert sich spürbar. Er entwickelt sich weiter, Richtung Leistung. Das Tempo wird höher. Die Intensität wird höher. Die Gegner verteidigen aggressiver, spielen schneller nach vorne, sind taktisch wacher und körperlich präsenter. Viele Teams trainieren strukturierter, arbeiten gezielter an Technik, Athletik und Spielideen. Und dadurch entstehen Spiele, in denen Kleinigkeiten entscheiden: der erste Kontakt, die Konsequenz im Zweikampf, die Laufbereitschaft ohne Ball, die Konzentration bei Standards, die mentale Stärke nach einem Gegentor.

Für uns heißt das nicht „Druck“. Für uns heißt das: Chance.
Eine Chance, genau diese Haltung zu lernen: Wenn wir etwas erreichen wollen, dann geht das nur gemeinsam – mit vollem Einsatz. Und zwar nicht als Ausnahme, sondern als Standard. Jedes Training zählt. Jede Minute zählt. Jede Spielerin zählt.

Und das Beste ist: Man hat gesehen, dass unsere D-Mädels genau in diese Richtung unterwegs sind. Schritt für Schritt. Spiel für Spiel. Mit Mut, Lernbereitschaft und dem Willen, sich dieser neuen Realität zu stellen. Genau so wächst ein Team und genau so wächst man im modernen Mädchenfußball hinein. 

Besonders stolz sind wir auch auf den Trainingseifer: Einige Mädels waren über Wochen hinweg hervorragend in ihrer Haltung, in ihrer Konzentration, in ihrem Willen, besser zu werden. Und auch der Fußballtest hat das bestätigt: tolle Ergebnisse und gleichzeitig klare Potenziale, an denen wir 2026 noch gezielter arbeiten können.

Fazit 2025:

Am Ende geht es nicht nur um Siege. Es geht darum, dass die Mädels sich weiterentwickeln als Spielerinnen, als Team, als Menschen. Und genau das hat man 2025 deutlich gesehen. Wenn man das erste Ligaspiel und das letzte Ligaspiel nebeneinanderlegt, dann ist das der beste Beweis: Da ist eine Mannschaft, die gewachsen ist. Die mutiger geworden ist. Die mehr zusammenhält. Und bei der man spürt: Hier wächst wieder etwas richtig Tolles zusammen. Zum Abschluss wünschen wir allen Mädels und Familien frohe Weihnachten, entspannte Feiertage und einen tollen Rutsch ins neue Jahr. 
Wir sehen uns 2026 wieder und dann gehen wir gemeinsam den nächsten Schritt.