Filder-Zeitung: Acht Stück zur Einstimmung aufs große Gipfelduell

Rudi Scherrle, 26.04.2022

Filder-Zeitung:  Acht Stück zur Einstimmung aufs große Gipfelduell

Auszug aus Filder-Zeitung:
Während das Aufstiegsrennen der Fußball-Bezirksliga endgültig nur noch ein Zweikampf ist, wird es unten immer enger. Für ein Team endet eine lange Durststrecke.

Franz Stettmer Filder-Zeitung - vollständiger Bericht:
Fußball-Bezirksliga Stuttgart: Acht Stück zur Einstimmung aufs große Gipfelduell - Lokal-Sport - Stuttgarter Zeitung (stuttgarter-zeitung.de)

Die Bühne ist bereitet. Vier Tage vor ihrem Gipfelduell am Donnerstag haben die großen Zwei der Stuttgarter Fußball-Bezirksliga ihre Erfolgsläufe fortgesetzt. Und spätestens seit diesem Spieltag ist damit klar: Es sind nun eben nur noch diese beiden. TSV Bernhausen oder Spvgg Cannstatt. Lila oder Rot. Fleinsbach oder Neckar. Der Rest ist vollends abgehängt. Allein zwischen diesen zwei Mannschaften wird die Entscheidung über Meistertitel, Direktaufstieg und Relegationsteilnahme fallen. Nicht minder groß bleibt derweil die Spannung im Kampf um den Klassenverbleib, wo aus Filder-Sicht eine gegensätzliche Stimmung herrscht. Während man sich beim SV Vaihingen und TSV Rohr über Big Points mit jeweils herausragenden Matchwinnern freut, ist in Sillenbuch Rote-Karten-Frust und in Möhringen Torhüternot. Die kleine Hoffnung aller Bangenden: kommt vielleicht Hilfe aus der Landesliga?Eben in die Landesliga will der TSV Bernhausen . Darin lassen die Beteiligten keinen Zweifel mehr. Und dazu passten denn auch zumindest 45 Minuten des aktuellen Auftritts: Eine starke zweite Hälfte reichte den Filderstädtern, um gegen den Tabellenletzten TV Zuffenhausen ihren trefferreichsten Saisonsieg herauszuschießen. Endstand: 8:3. Acht Stück als Einstimmung für den nun folgenden erwähnten Showdown um Platz eins. „Die Anspannung dafür steigt von Tag zu Tag“, sagt der Trainer Christopher Eisenhardt, der zuletzt eher emotionslos vernahm, dass sich auch der große Rivale erneut keine Blöße gegeben hat. Ein bisschen hätte man ja darauf spekulieren können, hatten die Cannstatter doch beim Dritten Croatia Stuttgart die ungleich schwerere Aufgabe. Jedoch: nix mit Ausrutscher. 4:3, mithin ebenso drei weitere Punkte für den Verfolger, der dabei mit einem Kuriosum aufwartete. Seinem Verteidiger Markus Lurz unterliefen gleich zwei Eigentore.

Die Bernhausener Topscorer hießen unterdessen, und zwar allesamt auf der „richtigen“ Seite, Alperen Albayrak, Samuel Böhmer und Ivan Matanovic. Albayrak und Böhmer kamen jeweils auf einen Treffer plus drei Torvorlagen. Matanovic netzte dreifach ein. Der eigentlich bislang beste Schütze dieser Saison verfolgte das Ganze dagegen nur als Zuschauer. Für den Urlaubsrückkehrer Agonis Berisha hatte Eisenhardt nur einen Platz auf der Bank. Die Begründung: „Er war nicht da, und die anderen haben es gut gemacht. Jetzt muss er sich erst einmal hinten anstellen.“
Auch am Donnerstag noch? Mal schauen. Fest steht für Eisenhardt zumindest eines schon jetzt: Trotz aktueller Trefferflut wird dann eine Steigerung vonnöten sein. Wie gesagt; 45 gute Minuten. Die andere Hälfte stieß dem Coach eher sauer auf. Zu viele Nachlässigkeiten, zu viele Unkonzentriertheiten. Seine mahnende Prognose lautet: „Spielen wir das auch in Cannstatt so, werden wir dort untergehen.“

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